Vorbereitung und die ersten Tage

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An sich gab es in diesem Jahr nicht so besonders viel vorzubereiten. Die Kinder waren inzwischen zehn Jahre älter und konnten schon gut mithelfen. Das vereinfachte viele Sachen und wir konnten gemeinsam an den Vorbereitungen arbeiten. Da von der BwVerwSt alles vorgegeben war, brauchten wir uns nur darum kümmern das abzuarbeiten. Impfungen, Reisepässe, Schulabmeldung und Umzugsfirma bestellen waren die wesentlichen Arbeiten. Da war das Vorsprechen beim Arbeitgeber des Partners wegen unbezahlten Urlaubes noch das wenigste. Jedenfalls waren wir rechtzeitig mit allem fertig. Es konnte losgehen. Der 14. März war ein guter Tag zum Verreisen. Nach einer kurzweiligen Zugfahrt kamen wir am Spätnachmittag in Köln Porz an. Unsere Unterkunft war das Sporthotel.

Um 11:30 ging der Flieger nach Winnipeg. Die Zeit im Flieger verging wie im Flug. Ruck-Zuck waren wir in Winnipeg. Genau um 14:00 Uhr. Zoll verlief problemlos, nur auf die Koffer mussten wir warten. Eine Stunde, vermutlich waren wir gerade zur Mittagszeit aufgetaucht. Um 16:00 Uhr ging es dann mit einem Beaver Bus direkt nach Shilo. Bei der Ankunft nur ein kleiner Imbiss in der Küche 106. Dabei hatten wir uns schon auf so großartige Reden gefreut. Im Gegensatz zum letzten Mal 1983 hat man wohl dazugelernt. Wir wurden zu unserem Haus gebracht. Die Familie, die uns betreuen sollte, brachte uns zu unserem Haus. Zu unserer Überraschung und auch Freude war es das gleiche Haus wie bereits 1983.

Wie vor zehn Jahren war auch dieses Mal der Kühlschrank und die Vorratskammer mit dem Notwendigsten aufgefüllt. Da wir bereits Kenntnisse von vielen Dingen hatten, konnten wir die Sache Auspacken und Einrichten gemütlich angehen lassen. Von 19:00 bis 22:00 Uhr war auspacken. Dann hatte man die nächsten Tage Zeit, um die ersten Erkundungen und wichtigen Sachen zu erledigen. Trotz der Arbeit waren wir um 3:00 Uhr wach und konnten weiter unser Heim in einen gemütlichen Zustand versetzen. Was uns auch freute war, dass die Kanadier teilweise auf LKW-Verkehr auf den Schienen umgestellt hatten. Die Ausräum-arbeiten wurden unterbrochen, denn die Kinder mussten um 11:00 Uhr zur Schule und dort angemeldet werden. Das dauerte nicht allzu lange, denn die Anzahl der Kinder war überschaubar. Zwei Klassen mit insgesamt max. 40 Schülern. Bereits den nächsten Tag brachten wir die Kinder zur Schule, das wollten wir uns nicht nehmen lassen. Wir froren uns fast die Ohren ab. Es war bitterkalt -25° C. Sollte jemand Interesse haben sich über das Schulleben zu der Zeit zu informieren, so ist der Shilo Stag 1994 Seite 10+11 als Infoquelle angeboten. Natürlich sind auch in den anderen Shilo Stags Hinweise zu finden. Der Assiniboine River war jetzt Mitte März noch zugefroren.

Bei unserem ersten Spaziergang vermissten wir die wilden Tiere. Nicht einmal ein Eichhörnchen zeigte sich. Selbst das Stabsgebäude hat sich innerhalb der letzten Jahre nicht verändert. Man konnte es nicht sehen, aber die Flaggen an den Masten schienen neu zu sein. Wir schlenderten mal so alles ab. Der Country Club, den wir vor zehn Jahren nicht einmal von innen gesehen hatten, stand auch noch da. Vielleicht ergibt sich ja in dieser Periode, mal die Gelegenheit dorthin zu gehen. Das Museum war noch genauso aufgestellt wir es vor zehn Jahren gesehen hatten.

Man brauchte sich also nicht an neue Eindrücke gewöhnen. Der Mexikaner vor der Base mit der Tankstelle, entpuppte sich als Jemand mit deutschen Wurzeln. Wenn man höflich fragt, dann konnte man bei ihm fast alles bekommen was in der Umgebung nicht zu finden war. Bei unserem Rundgang fiel uns auf, dass sogar Karl, der Fixer vor dem Herrn, seine Werkstatt immer noch betrieb. Durch die vielen alten amerikanischen Autos, die zu ihm in die Werkstatt fanden, konnte er sich über Mangel an Arbeit bestimmt nicht beklagen. Bereits eine Woche später bekamen wir unser Gefährt für die nächsten Monate. Ein Ford Station Wagen in Holzoptik. Damit konnte man schon mal in der näheren Umgebung einige Testfahrten unternehmen um das Fahrzeug ein wenig besser kennen zu lernen. Von einem Aussichtspunkt sah man in die Ferne. Wobei es allerdings nicht so sehr viel zu sehen gab. Immerhin Natur und davon reichlich.

Gerd

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