Sommertour 1/3 – Mount Rushmore – Black Hills – Badlands

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Nachdem wir es reichlich genossen hatten, neben der Arbeit immer mal wieder über den Zaun geschaut zu haben, planten wir bereits, wenn auch mit einiger Zurückhaltung, unseren Urlaub. Das passende Fahrzeug hatten wir, also konnte es los gehen. Die Vorbereitungen hielten sich allerdings, für uns und unseren großen Sommerurlaub in Grenzen. Wo sollte man mit zwei so kleinen Kindern schon hin. Also machten wir uns nur Gedanken in welche Richtung es gehen sollte. Wo es uns gefiel, da wollten wir bleiben. Bei Bedarf und mit Rücksicht auf die Kleinen wollten wir versuchen so wenig Unruhe wie möglich zu verbreiten. Wenn die Schmetterlinge es schafften von Mexico oder sogar noch weiter weg bis hierher, dann würden wir das auch hinbekommen. Soweit brauchten wir ja nicht. Allerdings auch nicht nur so weit wie die 13 Linien Erdhörnchen. Ein gesundes Mittelmaß wäre am besten.

Wir fuhren also erst einmal Richtung Süden, den USA entgegen. Anhand der Schilder schien es hier nicht mehr allzu viele Bisons zu geben.  Da mussten die Hinweistafeln als Ersatz eben herhalten. Wir hatten ja schon häufiger Züge mitbekommen, die unendlich lang sind. Hier aber sahen wir in mehr als einem Kilometer Entfernung einen, von dem wir nur die ersten etwas mehr als 100 Waggons sahen. Wobei jeder der Wagen etwa doppelt so lang war wie in Deutschland. Kein Wunder, dass die mitunter mehr als fünf Minuten brauchten den Bahnübergang in Shilo zu überqueren. Unser erstes Etappenziel der Theodor-Roosevelt-Nationalpark in N.D. Dieser Park sah dem Badlands Nationalpark in South Dakota sehr ähnlich, war aber 1500 km entfernt. Egal die Weite und die Vorstellung, dass hier vor nicht einmal 200 Jahren Leute durchgezogen sind um eine neue Welt für sich zu erschließen.

Weiter ging unsere Fahrt Richtung Süden. Der nächste Staat, den wir besuchten, war South Dakota. Es ging für uns schnurstracks in den Custer State Park. Unsere Heimat für die nächsten Tage, das dürfte einigen bekannt sein, das Bavarian Inn. Wir hatten schon einiges davon gehört. Warum soll man nicht auf die Erfahrung anderer zurückgreifen. Bis es so weit war, genossen wir die herrliche Landschaft. Hier schien die Zeit bei einigen Leuten total stehengeblieben zu sein. Gut für uns, denn so wurde uns nicht nur Natur, sondern auch noch das wirkliche Leben in dieser Gegend geboten.

Bereits den nächsten Tag nutzten wir, um uns das erste Highlight anzusehen, Mount Rushmore. Niemals hätten wir in unseren kühnsten Träumen, noch vor einem Jahr, daran gedacht mal dieses gigantische Kunstwerk mit eigenen Augen zu sehen. Von weitem sieht es ziemlich unscheinbar aus, je näher man kommt, umso größer das Erstaunen über die Leistung, die hier vollbracht worden ist.

Am nächsten Tag wurde die Umgebung erkundet. Zunächst in eine parkähnliche Anlage, in der alle möglichen Tiere teils frei umherlaufend zu bestaunen waren. Man hatte das Gefühl mitten unter diesen Tieren zu sein. Zum Glück war es nicht so. Ein gebührender Abstand und die notwendigen Absperrungen sorgten für unbeschwerte Ausblicke. Man konnte schon fast ein wenig neidisch werden, und sich dazugesellen. Es war den Tag über ganz schön warm. Zum Glück gibt es in den amerikanischen Autos Klimaanlagen. Dank Karl funktionierten die meisten sogar. In diesem Gehege sollte man besser die Fenster geschlossen halten.

 Am Abend ging es dann noch einmal zu den Präsidentenköpfen. Ein Anblick der sich lohnte. Wir genossen das und damit endet der erste Teil unseres Ausfluges in die USA.

Heute Abend sollte die Entscheidung fallen, wohin es weiter gehen soll. Die ersten Tage waren entspannt und wir haben einiges erlebt. Das machte Mut für neue Entdeckungen. Den nächsten Tag wollen wir eine Tour in die richtigen Badlands machen. Knapp 100 km waren es nur bis dorthin. Der Bereich in dem der Film „Der mit dem Wolf tanzt“ gedreht wurde.

Wir hatten schon gedacht der Bereich in Nord Dakota ist ein riesiges nichts, aber dieser Park hier im Süd Dakota übertrifft den Theodor Roosevelt Park noch um Längen. Für uns unvorstellbar, wie man hier leben konnte. Endlos nichts. Vielleicht mal ein Bäumchen, wobei man sich fragen muss, wo das Wasser dafür wohl herkommt. Nach diesem Ausflug beendeten wir das Kapitel Nord und Süd Dakota. Am Abend wollten wir überlegen was man als nächstes unternehmen könnte. Bisher lief alles mehr als perfekt.

Gerd

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